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Ghostwriting

"Ghosts" hat es immer schon gegeben, man denke nur an Cyrano de Bergerac, dessen "ghostwriting" Verse Christian als Liebeswerben galten ... aber auch in der Wissenschaft haben sich Menschen (versteckter) Texter und Texterinnen gerne bedient. Nichts daran ist verwerflich, denn normalerweise schreibt der "Ghost" nur, was der Auftrag verlangt, besorgt also die Fleißarbeit.

Ob Sie Memoiren verfassen (Prominente schreiben selten selbst), ob Sie einen Artikel abliefern sollen, aber die Zeit nicht haben: Viele Geschichten sind es wert, erzählt zu werden – und wenn die Zeit, die Kraft oder die schreiberische Routine fehlt, kann ein Ghost einspringen und aushelfen.

Meine Erfahrung als Ghostwriter

Ich habe wissenschaftliche und fiktionale Texte im Auftrag verfasst und ganze Memoiren für Menschen geschrieben, die mit der deutschen Schriftsprache Probleme hatten, am Telefon aber leicht aus ihrem Leben erzählen konnten. Ich kenne die Arbeit von beiden Seiten: als Autor unter eigenem Namen und als Ghostwriter im Hintergrund.

Aber ist das denn nicht DER Job für KI? Ja und Nein. Grundsätzlich, und gerade im Wissenschaftsbetrieb, ist das "routinierte Runterschreiben von Fakten" oder das "Ausführen von Daten in Textform" tatsächlich genau das, was KI gut erledigen kann. Aber ... und dieses "Aber" wird lauter, je mehr man sich mit der modernen Form des "Mechanischen Schachspielers" befasst: Die KI kann nur erzählen, was sie "gefressen" hat. Die konkrete Lebensgeschichte einer Person kann sie nicht kennen, wenn sie nicht genau diese Geschichte zu lesen bekommen hat - also muss irgendwer ja mal anfangen. Und ... in der Wissenschaft begreifen auch die Letzten inzwischen, dass KI keinerlei Verständnis für den Inhalt dessen entwickelt, was sie schreibt. Prüfbare Fakten kann man bequem automatisiert "runtererzählen lassen", solange man eben prüft, was da steht. Für die KI ist es komplett egal, ob sie aus verschiedenen Quellen "ähnlich klingende", aber überhaupt nicht zueinander passende Daten durcheinanderwürfelt (das ist dann eine "Halluzination").
Da, wo Sie einen ganz eigenen persönlichen Stil einsetzen wollen, eigenes Wissen und eigene Erfahrung erzählen - da ist ein Ghost immer noch unschlagbar.

Wie funktioniert das?

Sie beschreiben mir, per Email - besser aber im Telefongespräch, damit Rückfragen schnell zu klären sind - worum es in Ihrem Text geht, wie lang der Text sein soll (genau oder ungefähr - bei journalistischer Arbeit sind oft bestimmte Anschläge gefordert), welchen Zeitrahmen wir zur Verfügung haben. Und wir klären stilistische Fragen, bei fachlichen Arbeiten bestimmen wir, ob Sie alle Details liefern oder ich selbstständig recherchieren soll. Kurz, bevor wir loslegen, besprechen wir das Projekt im Detail.
Anschließend erhalten Sie von mir ein Exposee, das heißt, eine Zusammenfassung des Auftrags, eventuell eine grobe Struktur des Textes und gegebenenfalls eine Textprobe (um den Stil zu überprüfen). Zusammen mit dem Exposee erhalten Sie eine Zeit- und Kosten-Note.
Das Klärungsgespräch vorab ist kostenfrei, das Exposee berechne ich mit einer aufwandsabhängigen Gebühr.
Bei längeren Arbeiten erhalten Sie dann in regelmäßigen Abständen den jeweiligen Stand des Projekts.

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